Skandale im britischen Königshaus
Foreningshuset – Sønderborg Kaserne, Sonderburg
Wenige Königshäuser sind von so heftigen Skandalen heimgesucht worden wie das britische. Der aktuelle Fall des früheren Prinzen Andrew Mountbatten-Windsor ist peinlich genug - doch er verblasst gegenüber dem, was die Windsor-Dynastie zuvor erschüttert hat.
Die acht Söhne Georgs III. herrschten über einen Hof, in dem Etikette Gesetz war. Georg III. und Königin Charlotte erzogen ihre 15 Kinder so streng, dass sie als Erwachsene Schwierigkeiten hatten, normale Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen. Die acht Söhne, angeführt vom späteren König Georg IV., stürzten sich in ein so ausschweifendes und skandalumwittertes Leben, dass die Monarchie bereits zu ihrer Zeit unter Druck stand. Erst eine unvorstellbare Tragödie veranlasste Georg IV., seine Brüder zu bitten, sich anständig zu benehmen.
Eduard VIII. war vom 20. Januar bis 11. Dezember 1936 König von Großbritannien - kaum ein Jahr lang. Er dankte ab, weil er die Amerikanerin Wallis Simpson nicht heiraten durfte. Das Problem war nicht nur ihre zwei vorherigen Ehen, sondern auch ihre engen Beziehungen zum deutschen Naziregime - einschließlich zum späteren Außenminister Joachim von Ribbentrop.
Prinz Charles und Diana Spencer heirateten 1981 in der großen Märchenhochzeit. Diana war von Anfang an das beliebteste Mitglied der königlichen Familie, doch die Ehe barg katastrophale Geheimnisse. Als das Paar sich 1992 scheiden ließ, kamen die Skelette aus dem Schrank. Die Krise erreichte ihren Höhepunkt, als Diana im August 1997 bei einem Verkehrsunfall in Paris ums Leben kam.











