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Militärgefangene in Süderjütland während des Ersten Weltkriegs

Mi, 16. Sept. 2026 · 19:00 — 21:00

Bov Bibliotek, Padborg

Militärgefangene in Süderjütland während des Ersten Weltkriegs — Bov Bibliotek, Padborg

Der Historiker Egon Weber Paulsen präsentiert sein Buch "Militärgefangene in Süderjütland während des Ersten Weltkriegs" in einem Vortrag in der Bov-Bibliothek.

Das Buch erzählt die Geschichte von Männern - Deutschen, dänischgesinnten Süderjüten und Flüchtlingen - die als ehrlos gebrandmarkt und in Militärstraflagern untergebracht wurden, weil sie versucht hatten, sich dem Militärdienst durch illegale Abwesenheit, Desertion oder Ungehorsam zu entziehen. Von 1916 bis 1918 schufteten etwa 10.000 Gefangene unter unmenschlichen Bedingungen beim Bau der sogenannten Nordstellung, einschließlich der Geschützstellung in der Lerskov-Plantage. Den Berichten nach waren die Bedingungen schlimmer als diejenigen, vor denen sie an der Front geflohen waren - und die Bevölkerung vor Ort war Zeuge von allem. Dies ist das erste Mal, dass diese Geschichte für die Region umfassend erzählt wird, die ein Gefangener selbst "Deutsches Sibirien" nannte.

Egon Weber Paulsen hat einen Magisterabschluss in Dänisch und Religion von den Universitäten Odense und Aarhus (1982) und hat unter anderem in Grönland und an der A.P. Møller-Schule in Schleswig unterrichtet. Er arbeitet derzeit in der Dänischen Zentralbibliothek für Südschleswig in Flensburg.

Der Vortrag wird gemeinsam von der Bov-Bibliothek, dem Verein für Lokalgeschichte Bov und Holbøl sowie der Historischen Gesellschaft für Süderjütland, Zweig Aabenraa, organisiert. Mitglieder der beiden Vereine haben freien Eintritt; Nichtmitglieder zahlen 50 kr. Anmeldung und Zahlung sind vom 1. Juni bis 15. September um 12:00 Uhr auf hssdj.dk unter Veranstaltungen oder unter https://place2book.com/da/sw2/sales/kfumquo4wm möglich.