Johanne Mygind: Giftig
Støberihallerne - Præstø Bibliotek og Borgerservice, Præstø · 65 kr. · ≈ 9 €
Autorin Johanne Mygind spricht über ihren Roman "Giftig" (2025) und stützt sich dabei auf ihre eigene Familiengeschichte. In diesem Vortrag teilt sie, was es bedeutet, in der Vergangenheit zu graben, die vergessen sein sollte - und was auf der anderen Seite wartet.
Der Roman dreht sich um Nanna, die versucht, die Rolle ihres Großvaters in der Umweltkatastrophe bei Cheminova bei Harboøre Tange in der Nähe von Thyborøn in den 1950er und 60er Jahren zu kartografieren. Durch ihre Suche entsteht ein Bild einer Ehe, chemisch verursachter Krankheiten, einer westjütländischen Kultur geprägt von Schweigen und Zurückhaltung - und des Giftes, das in engen menschlichen Beziehungen wachsen kann. Der Rezensent von Kristeligt Dagblad nannte das Buch "eine gelungene Familiengeschichte über giftige Umgebungen und giftige Moral, geschrieben mit dokumentarischer Präzision und persönlicher Stimme".
"Giftig" ist die Fortsetzung von Myginds Debüt "Kærlighedens år", das von Müttern und Töchtern, Frauenleben und dem Kampf für Frauenbefreiung handelte.
Johanne Mygind wurde 1976 geboren, wuchs in einer Wohngemeinschaft auf und beschreibt sich selbst als überzeugter Feminist. Sie hat einen Hintergrund in Politikwissenschaft und Anthropologie und hat als Journalistin bei DR, Information und Weekendavisen gearbeitet.











