Vortrag mit Autorin Iben Mondrup: Meine Kindheit in Grönland
Helsinge Bibliotek, Helsinge · 35 kr. · ≈ 4,7 €
Iben Mondrup verbrachte ihre Kindheit in Godhavn auf der Diskobucht, wo ihre Eltern Teil der dänischen Arbeitskraft waren, die Grönland modernisieren sollte. Die damalige Politik zielte darauf ab, die Bevölkerung zu däneisieren: dänische Sprache, dänische Kultur, und das grönländische Erbe beiseite gelegt. Aus heutiger Perspektive wirkt es wie eine rassistische Politik, wenn auch gut gemeint für ihre Zeit - und die Kritik an Dänemarks Rolle ist in den letzten Jahren stetig gewachsen, da Grönland Heimatregel, Selbstverwaltung erreicht hat und sich nun der vollständigen Unabhängigkeit nähert.
Der Vortrag geht davon aus, wie es sich anfühlte, als Kind inmitten dieser Politik aufzuwachsen - und zeichnet gleichzeitig ein Bild einer Periode der dänisch-grönländischen Geschichte, in der sich viele dänische Familien im Land niederließen, und in der besonders die Kinder sich in einer fremden Welt zurechtfinden mussten.
Iben Mondrup wurde 1969 in Kopenhagen geboren, wuchs aber in Qasigiannguit, Qeqertarsuaq und Nuuk auf. Mit 18 Jahren kehrte sie nach Dänemark zurück und studierte an der Königlich Dänischen Kunstakademie, wo sie 2003 als Bildende Künstlerin abschloss. Seitdem hat sie 8 Romane veröffentlicht - sie debütierte 2009 mit "Ved slusen" beim Verlag milik publishing und hat seitdem unter anderem den DR-Romanpreis 2015 für "Godhavn" und den Blixen-Preis 2017 für "Karensminde" erhalten. Sie steht auch hinter der TABITA-Trilogie, und ihr neuester Roman "Hvordan kan vi" erschien im Oktober 2025.











