Magnard und Brahms' Passion
Albéric Magnard (1865-1914): Quintett für Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Klavier in d-Moll, Op. 8
I. Modéré
II. Très vif
III. Lent
IV. Animé
Johannes Brahms (1833-1897): Klavierquartett Nr. 2 in A-Dur, Op. 26
I. Allegro non troppo
II. Poco adagio
III. Scherzo: Poco allegro
IV. Allegro
Mitwirkende: Kerstin Thiele (Flöte), David Daniel Dinu (Oboe), Ron Chen-Zion (Klarinette), Sofia Obando (Fagott), Valdemar Wenzel Most (Klavier), Juliette Roos (Violine), Michel Camille (Viola), Pau Codina (Cello)
Das neunzehnte Konzert des Fanø Festival 2026 präsentiert zwei bemerkenswerte Kammermusikmeisterwerke, die durch emotionale Tiefe, lyrischen Reichtum und außergewöhnliche Ausdruckskraft verbunden sind. Ein hervorragendes internationales Ensemble führt das selten gespielte Bläserquintett des französischen Komponisten Albéric Magnard zusammen mit einem der expansivsten und lebensbejahendsten Kammerwerke von Johannes Brahms auf.
Das Konzert eröffnet mit Albéric Magnards Quintett für Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Klavier in d-Moll, Op. 8, einem Werk, das zu den bedeutendsten Leistungen der französischen Kammermusik zählt. Magnard nimmt einen einzigartigen Platz in der Musikgeschichte ein. Oft als der "französische Bruckner" bezeichnet, verband er symphonische Ambition und strukturelle Kraft mit einer zutiefst persönlichen und ausdrucksstarken musikalischen Stimme. Von Natur aus unabhängig und kompromisslos in seinen künstlerischen Idealen, schuf er Musik, die sich durch Integrität, Adel und emotionale Aufrichtigkeit auszeichnet.
Das 1894 vollendete Quintett offenbart Magnards bemerkenswerte Meisterschaft in Instrumentalfarbe und Form. Die ungewöhnliche Kombination von Bläsern und Klavier ermöglicht es jedem Instrument, mit seiner eigenen Persönlichkeit hervorzutreten und gleichzeitig zu einem reich ausgewogenen Ensembleklang beizutragen. Der erste Satz entfaltet sich mit breiten melodischen Linien und dramatischer Intensität.











