Schostakowitsch - Ein sowjetischer Künstler
Im Westen wurde Dmitri Schostakowitsch oft als der gequälte sowjetische Komponist gelesen, dessen musikalische Ambitionen ständig von einer allmächtigen Kommunistischen Partei erstickt wurden - seine Musik als verschlüsselte Botschaften und künstlerische Reaktionen auf den Konflikt mit Staat, Partei und Stalin interpretiert.
Doch war das Bild komplexer? War er ein naives künstlerisches Mythos, der die Rolle, die die Kommunistische Partei ihm zugedacht hatte, nie durchschaute? Oder ein beißender Satiriker, der es schaffte, die Partei durch seine Musik zu verspotten?
Der Vortrag untersucht den Menschen, die Musik und den Mythos genau: Wie verstand sich Schostakowitsch selbst, und wie wurde er von der Partei und von Publikum im Osten und Westen gelesen? Er basiert auf Mikkel Thrane Lassens Biografie "Schostakowitsch - Ein sowjetischer Künstler" (Multivers 2022).
Der Vortrag wird in Zusammenarbeit mit Folkeuniversitetet veranstaltet.











