Hvad er

Wir sind der Norden - Ein dekolonisierendes Ritual

Do, 15. Okt. 2026 — Fr, 16. Okt. · 19:30 — 20:30

Nordatlantens Brygge, Kopenhagen · 80–110 kr. · ≈ 11–15 €

Wir sind der Norden - Ein dekolonisierendes Ritual — Nordatlantens Brygge, Kopenhagen

Menschenhandel über Kontinente hinweg, Familien im Namen der Zivilisation zerrissen, Unterdrückung von Sprache und Kultur, rassenbiologische Forschung. Das kollektive Erbe des Nordens ist schmerzhaft - und es ist der Ausgangspunkt für VI ER NORDEN.

Zwischen Erde, Pflanzen und Glas treten die Vergangenheit und Gegenwart des nordischen Kolonialismus in einer Begegnung zwischen dem Persönlichen, Historischen und Emotionalen hervor. Das Werk entfaltet sich in einer Installation der samischen Künstlerin Stina Aletta Aikio, in der Performer und Publikum gemeinsam die Erde bewegen, formen, auflösen und neu erschaffen, während Worte, Körper und Landschaft in einer graduellen Transformation verschmelzen.

Das Werk wurde 2022/23 mit Unterstützung unter anderem des Dänischen Kunstfonds, des Norwegischen Kulturrats, des Nordischen Kulturfonds, NAPA und der Augustinus-Stiftung produziert. Es hatte Premiere im Nunatta Isiginnaartitsisarfia (Nationaltheater) in Nuuk im Mai 2023 und ist seitdem durch die nordische Region gereist. Die Aufführung in Nordatlantens Brygge wird vom Norwegischen Kulturrat, der Stiftung für Ton und Bild, Fritt Ord und dem Nordischen Kulturkontakt-Mobilitätsprogramm unterstützt.

VI ER NORDEN ist ein nomadisches, konzeptuelles Werk, das an jedem Ort in neuer Form in Zusammenarbeit mit einem lokalen Gastkünstler wiedergeboren wird. In der Version 2026 wirken der norwegisch/gambische Dramatiker, Autor und Performer Camara Joof, die samisch/finnische Künstlerin Stina Aletta Aikio, die grönländische Tänzerin und Schauspielerin Elisabeth Heilmann Blind, der färöische Komponist Trondur Bogason und die dänische Choreografin und Tänzerin Ingrid Tranum Velásquez mit. Die Lichtgestaltung stammt von Mikkel Magnus Olsen.