Philosophisches Filmforum #13: Agnès Varda
Hovedbiblioteket, Aarhus · Kostenlos
Das Philosophische Filmforum #13 zeigt Agnès Vardas Dokumentarfilm von 1976 über das Leben in der Rue Daguerre in Paris, wo Varda selbst mit ihrem kleinen Sohn lebte. Der Film porträtiert die Bewohner und Ladenbesitzer der Straße - Bäcker, Parfümeure, Metzger, Schneider - in ihrer täglichen Arbeit.
Der Titel bezieht sich auf die Daguerreotypie, eine fotografische Technik aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die Bilder ohne Negative erzeugte und daher nicht reproduziert werden konnten. Wie die einzigartigen Porträts der Daguerreotypie versucht Varda, einzelne Momente in einem scheinbar monotonen Arbeitsleben festzuhalten.
Nach der Vorführung hält die Ideenhistorikerin Freja Værnskjold Dzougov einen kurzen Vortrag, der sich auf Walter Benjamins Gedanken zu Erinnerung, Mimesis und dem Wesen der Fotografie stützt. Der Vortrag führt zu einer gemeinsamen Diskussion. Freja Værnskjold Dzougov hat einen Abschluss in Ideengeschichte und schreibt eine Doktorarbeit über die Wiederkehr des Engels in der Philosophie des 20. Jahrhunderts, mit besonderem Interesse für die Relevanz der mittelalterlichen Philosophie für modernes Denken - einschließlich Themen wie Liebe, Schönheit und Vergebung.
Die Veranstaltung findet im Kleinen Saal des Hovedbiblioteket in Aarhus statt.











