Kennet - Stimmen von der Straße
Vesterbro, Rådhuspladsen, Kopenhagen · 209 kr. · ≈ 28 €
Kennet wuchs mit Missbrauch und Vernachlässigung auf, die niemand glaubte. Der innere Konflikt - stimmte etwas nicht mit ihm? - wurde zum Ausgangspunkt einer langen Flucht vor sich selbst.
In seinen frühen Zwanzigern absolvierte er eine Ausbildung zum Automechaniker und später zum Augenoptiker, doch die Wochenenden verbrachte er in Kopenhagens Techno-Szene, wo er schnell Fuß fasste - erst bei Drogen, dann beim Drogenhandel. Die kriminelle Welt zog ihn allmählich weg vom normalen Leben. Als der Job wegfiel, ergab er sich vollständig der Kriminalität hin - organisiert, brutal und ständig über die Schulter blickend. Um seine Nerven zu beruhigen, nahm er immer mehr: Benzodiazepine, Opioide, Alkohol. Sieben Jahre Gefängnis trieben ihn nach eigener Aussage eher an den Rand als zurück. Am Ende war er mehr Süchtiger als Krimineller, mit einem abgenutzten Nervensystem und wiederholten Aufenthalten in der psychiatrischen Abteilung.
Ein Telefonanruf und eine Nahtoderfahrung setzten den Wendepunkt in Gang. Zum ersten Mal begann er, seine eigenen Gefühle zu spüren und zu halten.
Heute erzählt Kennet seine Geschichte durch "Stimmen der Straße" - darüber, was 27 Jahre Sucht und Kriminalität mit einem Menschen machen, und dass Veränderung möglich ist, auch wenn die Hoffnung verloren scheint.











