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Der Kampf gegen Geschlechtskrankheiten in Kopenhagen. Untersuchungen von Haut und Genitalien junger Frauen 1946-1961

Do, 19. Nov. 2026 · 15:30 — 17:00

Hovedkassen, Københavns Rådhus, Kopenhagen · 50 kr. · ≈ 7 €

Der Kampf gegen Geschlechtskrankheiten in Kopenhagen. Untersuchungen von Haut und Genitalien junger Frauen 1946-1961 — Hovedkassen, Københavns Rådhus, Kopenhagen

Während und nach der Besatzung stieg die Zahl der Geschlechtskrankheitsinfektionen in Dänemark, besonders in Kopenhagen, stark an. Die Nachkriegs-Kneipen und Tanzrestaurants zogen jeden Abend amerikanische Soldaten und Seeleute an, und jüngere dänische Frauen nahmen am Nachtleben teil - zur großen Empörung von Politikern und Gesellschaftskritikern. Die flüchtigen Bekanntschaften, die im Kopenhagener Nachtleben entstanden, wurden als "Halbprostitution" bezeichnet, und die Frauen mit abwertenden Begriffen wie "Amerikanermädchen" benannt.

Führende Ärzte, Politiker und die Sittenpolizei verfolgten die Ausbreitung von Geschlechtskrankheiten und das Sexualverhalten von Jugendlichen genau, was sich sowohl in der politischen als auch in der medizinischen Debatte widerspiegelte - und in Krankenhäusern, wo täglich "Hautpatrouillen" durchgeführt wurden. Ein solcher Ort war das Balders Hospital in Nørrebro, das 1946 als Zweigstelle des Rudolph Berghs Hospital eröffnet wurde und sich auf Geschlechts- und Hautkrankheiten spezialisierte.

Die Historikerin Miriam Leander Petersen berichtet über die Untersuchungen im Balders Hospital, die sie als Teil des Projekts Die gesunde Haut: Kulturtheoretische Erkundungen des sichtbaren menschlichen Organs an der Universität Kopenhagen erforscht hat.