Niels Krause-Kjær: Ude for uden
Hovedbiblioteket, Aarhus · 200 kr. · ≈ 27 €
Autor Niels Krause-Kjær präsentiert seinen preisgekrönten Roman "Ude for uden" im Großen Saal der Hovedbiblioteket in Aarhus.
Das Buch ist Fiktion mit Wurzeln in der Wirklichkeit: Ausgangspunkt ist ein Gästebuch, das Krause-Kjærs Vater und seine Volkshochschulkameraden über ein halbes Jahrhundert führten und das der Autor im Dänischen Reichsarchiv fand. Das Titelbild zeigt sein Elternhaus - fotografiert kurz bevor es abgerissen wurde. Die Geschichte folgt dem Bauern Erik, der sich nach dem Zweiten Weltkrieg der Arbeit widmet, um eine Zukunft mit seiner Frau Lisbet aufzubauen. Schwere Arbeit, Dürre und Verlust prägen ihr Leben, während die Bauernkultur, die sie kennen, allmählich verschwindet. Eine Generation später lebt ihr Sohn Svend ein ganz anderes Leben als Mitglied des Parlaments in Kopenhagen, aber als er das Gästebuch entdeckt, wird er gezwungen, sich einer Vergangenheit zu stellen, die Folgen für seine politische Karriere hat.
Der Roman zeigt, wie die Bauernkultur über zwei Generationen hinweg verschwand, während die Stadt florierte und die Provinz verlor. Krause-Kjær erhielt 2025 De Gyldne Laurbær - den literarischen Preis der Buchhändler - für das Buch.
Krause-Kjær (geb. 1963) hat einen Hintergrund als Journalist bei Jyllands-Posten, Leiter der Journalismusausbildung an der Syddansk Universitet und Moderator von DR2 Deadline. Später war er Pressesprecher der Konservativen Parlamentsfraktion, bevor er als Romanautor mit "Kongekabale" durchbrach, das 2004 verfilmt wurde. Seitdem hat er "Fandens forår" (2021), "Nedsmeltning" (2023) und "Jagttegn" (2024) veröffentlicht, und die Verfilmung von "Mørkeland" hatte 2024 Kinopremiere.











