Hvad er

Debut Fest: "Cui Bono?" Polychrome spekulative Archäologie

Sa, 5. Sept. 2026 · 16:00 — 23:00

Kildevæld Kulturcenter, Kopenhagen · Kostenlos

Debut Fest: "Cui Bono?" Polychrome spekulative Archäologie — Kildevæld Kulturcenter, Kopenhagen
Eintritt frei

"Cui Bono?" ist ein kunsthistorisch verankerter, spekulativer Fund, der die ontologischen und diskursiven Grenzen in der westlichen Skulpturgeschichte untersucht. Die weiße, polierte Skulptur ist historisch zu einem Symbol eines westlichen Körperideals geworden - von der Renaissance und dem Klassizismus bis zu neueren rechtsgerichteten Verwendungen als faschistisches männliches Ideal. Polychromie setzt sich gegen beides auf: gegen die politische Verzerrung und gegen die Geschichtsschreibung, die uns lange glauben ließ, dass Bildhauer der damaligen Zeit ausschließlich in weißem Marmor und hellem Sandstein ohne weitere Verzierung arbeiteten.

Das Werk ist auch ein Beispiel für spekulative Archäologie - eine Disziplin, in der künstliche Funde hergestellt werden, um das kritische Bewusstsein für Objekte in bestimmten Verständnisrahmen zu schärfen. Ein bekanntes Beispiel ist ein Zentaur-Skelett in der Bibliothek der University of Tennessee, zusammengesetzt aus menschlichen und Pferdeknochen. "Cui Bono?" versucht, einen "neuen" archäologischen Fund zu schaffen, der anschließend "restauriert" wird - mit der Ironie, dass das Werk ein Selbstporträt ist, das vom Künstler selbst gefunden und restauriert wurde.

Emil Torp-Rasmussen (geb. 1999) ist ausgebildeter Kunsthistoriker und autodidaktischer Künstler. Er arbeitet mit komischen und schiefen Ansätzen im visuellen Ausdruck, legt aber besonderen Wert auf theoretische und historische Rahmensetzungen für seine Werke. Folgen Sie dem Künstler auf Instagram: @hatte_mageren