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Wein & Wissenschaft: Die grönländischen Mumien

Mi, 11. Nov. 2026 · 19:00 — 21:15

Chr. Hansen Auditorium, Kopenhagen · 120–160 kr. · ≈ 16–21 €

Wein & Wissenschaft: Die grönländischen Mumien — Chr. Hansen Auditorium, Kopenhagen

AUSVERKAUFT

Vor fast hundert Jahren wurden Mumien, Schädel und andere Skelettteile aus Grabkammern auf der Insel Uunartoq in Südgrönland geraubt und in die USA gebracht. Heute sind nur noch fünf Mumien erhalten. Sie wurden 2024 offiziell an das Grönländische Nationalmuseum zurückgegeben und reisten zunächst nach Kopenhagen, wo sie gelagert werden, bis Grönland Einrichtungen zu ihrer Aufnahme hat. Dies führte zum Forschungsprojekt Angerlartunnguit - "die Wiedergeborenen" oder "die geliebten Heimkehrer" - das Institutionen und Experten aus mehreren Ländern zusammenbringt, um die Lebensgeschichten der Mumien und die Inuit-Kultur, deren Teil sie waren, zu beleuchten.

Fünf mit dem Projekt verbundene Experten halten Vorträge über die Geschichte der Entdeckung, vorläufige Ergebnisse und die größeren Perspektiven, die das Projekt eröffnen kann:

Christian Edelfelt Koch Madsen, Archäologe und Seniorwissenschaftler am Nationalmuseum, berichtet über die Grabstätte auf Uunartoq - die größte ihrer Art in der gesamten Arktis - und über die dramatische Reise der Mumien vom Friedhof in die USA und nach Dänemark sowie über das, was die Untersuchungen über die Welt der Bestatteten enthüllt haben.

Maya Sialuk Edelfelt Koch Madsen, Tätowierungsexpertin und spirituelle Beraterin des Angerlartunnguit-Projekts, erforscht die Geschichte der Inuit-Tätowierungen. Die Mumien von Uunartoq tragen Tätowierungen - eine weibliche Praxis mit Wurzeln, die Tausende von Jahren in den spirituellen Überzeugungen der Inuit zurückreichen. Sie zeigt, wie man Tätowierungen in mumifizierter Haut erkennt, und entfaltet ihre Bedeutung für den Inuit-Glauben und die Weltanschauung.

Chiara Villa, Professorin für Rechtsanthropologie, und Marie Louise Jørkov, Leiterin des Anthropologischen Labors, haben bio-anthropologische Studien an den Mumien mit nicht-invasiven Methoden wie CT-Scans und 3D-Visualisierung durchgeführt. Sie präsentieren die Ergebnisse und zeigen, wie diese Methoden die biologischen Profile der Bestatteten rekonstruieren können - Alter, Geschlecht, Größe und andere physische Merkmale.

Peter Andreas Toft, Archäologe und Museumsinspekteur am Nationalmuseum, untersucht die Grabbeigaben genauer: Jagdwerkzeuge, Schmuck und ein