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Sollte die EU Geschlechterparität sichern?

Mi, 30. Sept. 2026 · 17:00 — 18:30

Hovedbiblioteket, Aarhus · Kostenlos

Sollte die EU Geschlechterparität sichern? — Hovedbiblioteket, Aarhus
Eintritt frei

Geschlechterparität ist einer der erklärten Werte der EU, doch die Mitgliedstaaten haben sehr unterschiedliche Fortschritte gemacht. Nach dem EU-Geschlechterparitätsindex von 2025 erreicht die Union insgesamt 63,4 von 100 Punkten, während Schweden mit 73,7 Punkten führt. Dänemark und Schweden gehören zu den am höchsten platzierten Ländern - doch kein Mitgliedstaat hat bislang vollständige Parität erreicht.

In den letzten Jahren hat die EU konkrete Regeln in diesem Bereich verabschiedet: die Lohntransparenzrichtlinie gibt Arbeitnehmern das Recht auf Informationen über Lohnniveaus und verpflichtet größere Unternehmen, Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern zu melden. Hinzu kommen Regeln zu Geschlechterquoten in Vorständen und zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Die EU-Gleichstellungsstrategie setzt langfristige Ziele zur Verringerung von Lohn- und Rentenlücken und zur Stärkung der Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt - doch aktuelle Zahlen zeigen, dass Frauen in der EU durchschnittlich etwa 77% des Jahreseinkommens von Männern verdienen, und Frauen in Führungspositionen deutlich unterrepräsentiert bleiben.

Die Frage ist, wo die Grenzen der EU-Rolle liegen. Mehrere Mitgliedstaaten - darunter Dänemark, Ungarn und Polen - kritisieren, dass sich die EU in Familienpolitik, Elternzeitregelungen und soziale Rechte einmischt, die traditionell nationale Angelegenheiten sind.

Die Debatte in der Hauptbibliothek konzentriert sich auf diese Fragen: Wie weit ist Europa gekommen, welche Herausforderungen bleiben bestehen, und wie sollte die Verantwortung zwischen der EU und den Mitgliedstaaten künftig verteilt werden? Referentin ist Mai Rasmussen, Kommunikationsleiterin bei KVINFO - Wissenszentrum für Geschlechterparität und Gleichstellung.

Raum: Großer Saal