In den Spuren des Sklavenhandels
Christians Kirke, Kopenhagen · 130 kr. · ≈ 17 €
Fast 250 Jahre lang war Dänemark eine Kolonialmacht in der Karibik und betrieb über 100 Jahre lang Sklavenhandel mit Menschen, die an der Goldküste gekauft wurden. Die Versklavten wurden von dänischen Forts in die Westindien transportiert, wo sie gezwungen waren, in Zuckerrohrplantagen zu arbeiten, um das "weiße Gold" zu produzieren. Die Spuren dieses Handels sind zahlreich in Kopenhagen - nicht zuletzt in Christianshavn, das der Ausgangspunkt für fast alle Handelskompanien, Kaufleute und Seeleute war, die ihr Leben in dänischen Kolonialhandel riskierten.
Die Tour folgt den Spuren des Dreieckshandels: wo die Beteiligten über Gesellschaftsschichten hinweg lebten, wo Handelskompanien Werften und Lagerhäuser hatten, und was die blühende Handelsperiode für diejenigen bedeutete, die daran Vermögen verdienten - heute sichtbar in den Palästen von Frederiksstaden. Unterwegs hören wir von konkreten Schicksalen, die mit dem Sklavenhandel verbunden sind: Peter von Scholten, der die Sklaven "befreite", Gouverneur Gardelin mit seinen berüchtigten Sklavenbestimmungen, und westindische und afrikanische Schicksale, die in Kopenhagen endeten - als Sklaven, freie Menschen oder Gefangene. Die prominentesten waren die vier Rebellenköniginnen von St. Croix, die im Frauengefängnis der Stadt landeten.
Die Tour beginnt in der Strandgade 4 in Christianshavn (1401 KBH), überquert den Hafen und endet im Vestindisk Pakhus, Toldbodgade 40 (1253 KBH).











