KALEIDOSKOP - oder die Kunst, kollektive Kreativität zu konstituieren
Kulturhuset Indre By, Kopenhagen · 80–130 kr. · ≈ 11–17 €
Eva präsentiert ihre Abschlussarbeit vom Jung-Institut, die sich mit kollektiver Kreativität als Werkzeug zum Verständnis und zur Stärkung gesunder Gemeinschaften, Organisationen und Demokratien befasst. Kreativität ist zentral für die Lösung komplexer Probleme, steht aber unter Druck in modernen Organisationen, die auf Produktivität und Rationalisierung ausgerichtet sind - Bedingungen, die dem widersprechen, was Kreativität braucht.
Ausgehend von analytischer Psychologie (Jung, Gordon, Fordham), psychodynamischen Perspektiven (Winnicott, Stern) und der Sicht des Physikers David Bohm auf Kreativität versteht Eva Kreativität als eng mit Individuation und Sinn verbunden - und mit der Fähigkeit, Unsicherheit, Unterschied und Paradoxie zu halten, sowohl individuell als auch in Gruppen. In dieser Perspektive ist Kreativität eine vitale Kraft, die innere und äußere Welten, bewusste Absicht und unbewusstes Entstehen, Symbolisierung, Spiel und Problemlösung verbindet.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Rolle der Gruppe: Wenn eine Gruppe in ungelösten Spannungsfeldern verweilen kann, statt schnell nach Klärung zu streben, entstehen dynamische Momente, die Beziehungen reorganisieren und neues Denken und Handeln ermöglichen. Eva argumentiert, dass die kreative Gruppe somit einen einzigartigen Raum für die Individuation jedes Teilnehmers darstellt - und dass kreative Kollektive daher entscheidend sind.
Auf der Grundlage ihrer Erfahrung mit der Gestaltung und Leitung von Organisationsentwicklung und Gruppenprozessen hat Eva ihr Verständnis im Kaleidoskop-Modell zusammengefasst, das um drei sich gegenseitig beeinflussende Achsen organisiert ist: Eros-Logos, Innen-Außen und Yin-Yang. Zusammen erfassen diese Achsen das Potenzial in unvollkommenen, spannungsgeladenen Interaktionen, in denen kollektive Kreativität entstehen kann.











